Jean-Francois Alliette alias Etiella – Der Vater des Tarot

Unter den Großmeistern des Tarots nimmt Eteilla eine Sonderstellung ein.  - Foto von: © strandperle - Fotolia.com

Unter den Großmeistern des Tarots nimmt Eteilla eine Sonderstellung ein. - Foto von: © strandperle - Fotolia.com

Unter den Großmeistern des Tarots nimmt Eteilla (1738-1791) immer noch eine Sonderstellung ein. Der unter dem Name Jean-Baptiste Alliette geborene Franzose war eine Berühmtheit, die schon zu seinen Lebzeiten unzählige Anfragen zu Vorhersagungen aller Art beantworten musste. Er beschäftigte sich Zeitlebens mit dem Legen von Karten, vor allem Piquekarten und seine Prophezeiungen trafen in hohem Maße auch zu.

Er gilt als einer der Begründer des esoterischen Ansatzes im Tarot und beeinflusste auch Marie Anne Lenormand. Er hielt sein Wissen in zahlreichen Büchern fest, die zur damaligen Zeit wahre Bestseller waren. Die heutigen Tarotwissenschaftler stehen dem Mann jedoch teilweise skeptisch gegenüber. Gegen ihn werden seine geringe Bildung, ein äußerst extravagantes Auftreten und der Verdacht der Scharlatanerei angeführt. Es wird die Frage aufgeworfen, wie ein weitgehender Analphabet in der Lage war, diverse Bücher herauszubringen. Zu seinen Lebzeiten war er jedoch weitgehend unumstritten.

Auf der Rednerliste des internationalen Pariser Freimaurerkongress von 1784 bezeichnete man ihn als Professor der weißen Magie und der Algebra. Daran lässt sich schon der Ruhm ablesen, der ihm zu diesen Zeiten zukam. Mit dem von ihm 1789 entwickelten Grand-Etteilla-Tarot schlug er als erster die Brücke zur Astrologie, wich aber ansonsten stark von der Struktur und Nomenklatur des klassischen Tarots ab.

Über seine Kindheit und Jugend weiß man nur wenig. Er verdingte sich als Getreidehändler und handelte mit Druckplatten und Druckerzeugnissen, bis er sich komplett dem Studium der Karten widmete. Auf diesem Terrain war er nicht zuletzt wegen seiner kaufmännischen Begabung sehr erfolgreich.
Heutzutage kritisieren die Tarotmeister vor allem seine Art und Weise der Deutung. Sie wird als sehr flach, einfach und direkt beschrieben und spiegelt nicht die Tiefe wider, die in der heutigen Deutungsart zu finden ist.

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